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Woche des Sehens

statt


Woche des Sehens in Heidelberg


Neuerungen in Diagnostik und Therapie von Augenerkrankungen – was ist wesentlich für Patienten aus Heidelberg und Umgebung


Anläßlich der Woche des Sehens werden eine Fülle von Neuerungen vorgestellt. Ein Fach befindet sich im Umbruch. Dessen Auswirkungen für den Patienten hinsichtlich der Diagnostik und Therapie von Augenerkrankungen werden in dieser Woche in den Medien dargestellt. Eine Fülle von Daten liegt aus den Labors vor und hat bereits Erprobung in umfangreichen klinischen Studien gefunden.


Vielbeachtet war in den vergangenen Monaten die Änderung in der Therapie bestimmter Formen der Maculadegeneration. Dabei handelt es sich um jene Formen, die nach Durchführung einer Farbstoffuntersuchung (Fluoreszenzangiographie ) dokumentiert und über eine Medikamentengabe in den Glaskörperraum (intravitreale Injektion) therapierbar sind. Allerdings gibt es weiterhin Veränderungen der Macula, bei denen diese Therapieform nicht aussichtsreich ist.


Eine weitere gefährliche Erkrankung im Bereich der Augenheilkunde stellt das Glaukom dar. Diese schleichende, nicht schmerzhafte Erkrankung geht mit Augendrucksteigerung und fortschreitendem gesichtsfeld- und Sehverlust einher. Wichtig ist die frühzeitige Screeninguntersuchung ab dem 40. Lebensjahr über die Bestimmung des Augenbinnendrucks durch den Augenarzt. Heute sind des weiteren Untersuchungen vor Auftreten der Gesichtsfelddefekte über Vermessungen des Sehnervenkopfes (HRT) möglich und sinnvoll. Damit kann die Erkrankung erstmalig vor dem Auftreten irreparabler Ausfälle erkannt werden. Die Therapie besteht dann in einer individuellen Druckregulation auf einen festzulegenden Zieldruck. Dies gelingt in den meisten Fällen über eine regelmäßige Tropfengabe. In den vergangenen Jahren wurde die Palette der drucksenkenden Medikamente bedeutend erweitert, sodaß die Behandlung heute effektiv und patientenfreundlich erfolgen kann. Wichtig ist unter diesen Bedingungen eine weitere regelmäßige fachärztliche Kontrolle. Auf diese Weise können auch für Risikopatienten ( Patienten mit hoher Kurzsichtigkeit, Erkrankung in der Familie) vor weiteren Schädigungen bewahrt werden.


Neben diesen Hautthemen der vergangenen Monate in den Medien gibt es eine Fülle weiterer Neuerungen im Bereich der Augenheilkunde. Davon profitiert beispielsweise die große Gruppe der Diabetiker, die über ein gemeinsames internistisch-ophthalmologisches Programm erfasst, geschult und regelmäßig augenärztlich untersucht wird. Dabei bestimmt man den Grad diabetischer Gefäßprozesse am Augenhintergrund bei erweiterter Pupille. Sobald Anzeichen einer Neubildung von Gefäßen erkennbar sind, besteht die Indikation zur Laserkoagulation. Mit dieser bereits jahrzehntelang bewährten Methode, gelingt es, ein Fortschreiten der unerwünschten Gefäßneubildung herauszuzögern und damit Komplikationen wie Blutung und Sehminderung zu vermeiden.


Viele vorwiegend ältere Patienten leiden unter einer Sehminderung, die ein Lesen von Buch- oder Zeitungsdruck nicht mehr erlaubt. Um diesen Patienten die Möglichkeit der Aufnahme jener Medien zurückzugeben, stehen über hochauflösende Monitore und spezielle PC-Programme aus dem Sehbehindertenbereich eine Fülle neuer Geräte zur Verfügung. Diese müssen individuell erprobt und den Bedürfnissen des Patienten gemäß ausgewählt und verordnet werden. Dabei kommt eine rasante Entwicklung neuer Gerätetypen aus dem IT- Bereich gerade den Sehbehinderten älteren und jüngeren Patienten zugute.


Viele Berufstätige führen heute ihre Tätigkeit an einem PC-Arbeitplatz durch oder arbeiten an einem Mischarbeitsplatz. Damit gehen vielfach Beschwerden wie Brennen, Ermüdung der Augen einher, die als Office Eye Syndrom / trockenes Auge bezeichnet werden. Inzwischen steht für die betroffenen eine Fülle neuer therapeutischer Möglichkeiten zur effektiven Behandlung zur Verfügung, über die der Augenarzt berät.


Auch hinsichtlich der Operation des grauen Stars (Cataract-Operation) hat sich eine Änderung ergeben. War man früher geneigt, erst ab einer bereits höhergradigen Sehminderung eine Operation zu erwägen, richtet sich die Indikation heute auch nach den Bedürfnissen des Patienten. Damit gelingt es, auch Cataract-Patienten, die berufstätig sind, schnell und effektiv zu rehabilitieren.


In all den genannten Bereichen ist der Augenarzt kompetenter Berater, der die diagnostischen Schritte durchführt, die in die notwendige Therapie mündet. Waren früher bei einigen wesentlichen Augenerkrankungen keinerlei Therapiemöglichkeiten verfügbar (Maculadegeneration), so gibt es heute Behandlungen für bestimmte Formen der Erkrankung. Dies gilt auch für einige selten vorkommende Augenerkrankungen, bei denen mit Hilfe genetischer Methoden eine Prognose sicherer gestellt werden kann (Albinismus) und in Einzelfällen auch eine Therapie gefunden wurde (Lebersche Opticus-Neuropathie).


Übrigens: Die Heidelberger Augenärzte arbeiten bereits nach dem Qualitätsmanagement der DIN ISO Norm 9001.

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